Guter Artikel von RWW zum Thema Facebook Marketing -- da steckt eigentlich alles drin was man derzeit wissen sollte. Ein kleiner Auszug:

Facebook users like to click around and look at stuff, and absolutely do not like filling out forms. We have run highly promoted sweeps campaigns for major artists that included things like backstage passes and a limo ride to the show that had abysmal conversion rates. There is absolutely no incentive to make sweepstakes social.
Why would you invite more people to join a sweepstakes? It reduces your own chances. Have you ever seen a "I just entered a sweepstakes and you should to" posting on someone's wall?
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-> Nochmal zum mitschreiben: Facebook ist "Lean Back" Internet. Klar: Alles kreist um den Nutzer, er möchte es gerne bequem vorsortiert (in seiner Timeline) haben. Das ist einerseits die gute Nachricht für alle Postkarten-Promotion-Veranstalter, die das Internet gerade für sich (neu) entdecken und mit Gewinnspielen Fans einsammeln. Dass das mitunter nicht viel bringt, lernt man ggf. später. Dennoch steht Facebook für die Bequemlichkeit, und Ich-Zentriertheit der Nutzer.
Deswegen darf man auch Eric Schmidt glauben, wenn er sagt dass es Google (klassische Suche / Bedürfnis = "Lean Forward") nicht unbedingt automaitsch schlecht gehen muss wenn es Facebook gut geht, aber das ist wieder ein anderes Thema. Vor allem wenn man bedenkt, wie Google künftig die persönlichen Vorlieben und den "social Graph" in die Suche mit einbezieht.
Zwei Dinge aus dem RWW Artikel möchte ich extra hervor heben, weil vor allem sie die Dynamik verdeutlichen, die mit der wachsenden Nutzung von Facebook einhergeht:
1. Promos "nur für Freunde"
A big secret of Facebook marketing is that it is easy and cheap to drive promotions using ads targeted only at your fans that link to landing tabs that deliver the offer and encourage fans to share to their newsfeed.
Das ist mir auch bereits aufgefallen -- und erfährt scheinbar irgendwie grade eine kleine Renaissance, oder denke nur ich das? Zuerst waren es Fans und deren Freunde, über die man mehr Fans bekam, war letztes Jahr der Trend möglichst "ungetargeted" auf eine große Zielgruppe zu werben, mittlerweile überwiegen wieder die positiven Erfahrungen mit einer Anzeige "nur für Fans", kombiniert mit einer Promotion (auf der FB Seite). Das könnte sich in der Form etablieren, zumal die Mehrheit der Leute wohl tatsächlich Promotions, Schnäppchen und Mitbestimmung Light erwartet -- und so etwas logischerweise auch eher mit anderen teilt, als die Chance ein Auto zu gewinnen.
2. "Handarbeit rules" -- der persönliche Kundendienst:
A brand on Facebook should be like a casual friend or neighbor and not try to suck people into heavy levels of interaction. What do you do with a friend? Comment on their photos, like their status, vote on their outfit. These types of interactions take seconds, not minutes, and definitely not hours.
Das ist wohl leider die schlechte Nachricht für alle, die dachten sie könnten jetzt wie in den 80ern Werbung einfach und im großen Stil für 600 Mio Facebook Mitglieder schalten: Die Leute kriegen häufig grade nochmal ihren Daumen hoch, aber ihr müsst zu ihnen kommen, wenn ihr was von ihnen wollt. In dieselbe Richtung darf man durchaus auch die Neuerungen der Facebook Pages interpretieren: Dass man künftig als Betreiber einer Seite auch liken, kommentieren etc. darf wie eine Privatperson, wird dem Gespamme der Erwartung an einen guten Kundenservice sicher auch neue Impulse geben.
Was denkt ihr?